Erprobte Evolutionsstufen
in der Skalierung agiler Projekte

Für den Aufbau und die Skalierung von erfolgreichen Delivery Organisationen hat sich in unserer Erfahrung ein Vorgehen vergleichbar mit einer „Zellteilung“ bewährt: Ausgehend von einem gesunden Nukleus entwickeln sich schrittweise mehrere kompatible und funktionsfähige Einheiten.

Phase 1

Phase 2

Phase 3

Phase 1

Kernteam als erste Zelle

Häufig sind wir zum Projektstart mit einer nicht vollständigen oder unklaren Anforderungslage konfrontiert, z.B. wenn undokumentierte Altsysteme die Grundlage für die Erhebung von Anforderungen bilden. In diesen Fällen empfehlen wir ein kleines Team mit einem entsprechend tiefen fachlichen und technischen Erfahrungshintergrund. In den ersten Wochen kümmert sich dieses Team um die „Aufklärung“ hinsichtlich der konzeptionellen Basis in der Breite und Tiefe. Damit meinen wir:

  • die Analyse von bestehenden Systeme,
  • die Ableitung von nicht-funktionalen Anforderungen aus einem fachlichen Verständnis und
  • die „Verzahnung“ mit wesentlichen Wissensträgern und Stakeholdern.

Hierdurch wird im Ergebnis eine tragfähige, fachliche, technische und architektonische Konzeption entwickelt und abgestimmt. Unsere Umsetzungskompetenz ermöglicht schon zu diesem Zeitpunkt Unsicherheiten über technische Lösungsmuster zu validieren und die Entwicklungsinfrastruktur aufzusetzen.

Das Ergebnis ist ein tragfähiges Zielbild, in dem Technologien und Architekturprinzipien definiert sind. Um alle „Ecken“ auf Relevanz zu prüfen und bei Bedarf in die Tiefe zu „drillen“, arbeitet der Nukleus vor allem vor Ort am Kundenstandort, eng integriert mit den wesentlichen Stakeholdern. Diese erste Zelle ist die Grundlage für die Erweiterung des Teams im nächsten Schritt.

Phase 2

Ramp-up von End-2-End Teams

Basierend auf den definierten fachlichen und technischen Grundpfeilern, werden typischerweise ein oder mehrere Teams schrittweise aufgebaut. Zum Start wählen wir in der Regel fachliche Use Cases, die „Durchstichcharakter“ haben. Damit sind solche Anwendungsfälle gemeint, bei denen wir fachliche Hypothesen zur fachlichen Logik mit technischen Lösungsmustern validieren können.

Gutes technisches Design und das Festlegen passender Coding Patterns stehen zum Entwicklungsstart im Fokus. Daher setzen wir erfahrene Analysten und Entwickler mit ausgeprägten Analyse- und Software Engineering Fähigkeiten ein. In dieser Phase werden außerdem die grundlegenden Entwicklungsprozesse definiert, inklusive Releasezyklen, Staging Konzept und Quality Gates, Meeting- und Terminstruktur, Aufgaben und Verantwortlichkeit im Team.

Sofern Nearshoring Ressourcen zum Einsatz kommen, startet die Einbindung ebenfalls in dieser frühen Phase, um Best Practices in der Einbindung von Nearshoring in den festgelegten Arbeitsprozessen und Verantwortlichkeiten zu berücksichtigen.

Phase 3

Schrittweise Skalierung und Optimierung

Skalierung ist eine große Herausforderung, aufgrund des gleichzeitigen Onboardings neuer Teammitglieder in der Fachlichkeit und den Arbeitsprozessen. Außerdem entsteht eine zunehmende Komplexität in den Abstimmungen durch das „Mehr“ an Entwicklungskapazität und Scope.

Daher achten wir darauf, dass in den Phasen 1 und 2 die richtigen technischen Grundlagen, einheitliche Qualitätsstandards in den Arbeitsprozessen und klare Verantwortlichkeiten hergestellt werden.

In der Skalierung hat sich das Prinzip der „Zellteilung“ bewährt: Typischerweise beträgt eine optimale Teamgröße ca. 7-8 Personen. Im Rahmen der Skalierung werden die Teams zunächst bis zu einer maximalen Größe von ca. 10 Personen erweitert. Ist eine zusätzliche Skalierung notwendig, erfolgt eine Zellteilung und die neu entstandenen Teams können weiter aufgestockt werden. Somit lernen neue Kollegen effizient die Entwicklungsprozesse im „eingeschwungenen“ Team. Der gesamte Prozess sollte schrittweise erfolgen, damit nicht zu viele neue Mitarbeiter auf einmal in das Team eingebracht werden. Das sichert die Stabilisierung der neuen Struktur und hilft im Aufbau schlanker teamübergreifender Prozesse.

Ansprechpartner

Denis
Pasek

Partner

Bonn

Experte für Architektur-Reviews und Migrationsplanung für Legacysysteme