Operation am offenen Herzen zur zukunftsfähige Neuausrichtung der Banken-IT

Die Informations- bzw. IT-Systeme von Banken und Finanzdienstleistern werden häufig als deren Produktionsstraße bezeichnet. Wenn die IT zum Erliegen kommt oder nicht reibungslos funktioniert, hat das unmittelbar Auswirkungen auf den operativen Bankbetrieb. Diese Analogie zeigt sehr deutlich, wie essentiell der komplexe Verbund von IT-Systemen/-Anwendungen – wir bezeichnen ihn als Bankplattform – für Banken und Finanzdienstleister ist, denn „steht die IT – steht die Bank“. Diese Angst mag vielleicht auch ein Grund dafür sein, wieso Entscheider seit vielen Jahren Probleme lediglich punktuell angehen („Löcher stopfen“), aber sich vor einer grundlegenden Neuausrichtung („Rennovierung“) der Bankplattform scheuen.

Historisch gewachsene Herausforderungen

In den letzten Jahren stellt die Bankplattform die jeweiligen Institute allerdings vor immer größer werdende Herausforderungen: Kostendruck, regulatorische Anforderungen und der steigende Bedarf nach Agilität, Flexibilität und Integrationsfähigkeit, um im zunehmenden Wettbewerb mit Fintechs und Tech-Unternehmen bestehen zu können, sind nur wenige Beispiele. Um diese Herausforderungen effektiv anzugehen reichen allerdings punktuelle Optimierungen nicht mehr aus, sondern es ist vielmehr eine zukunftsfähige und strukturelle Neuausrichtung erforderlich. Dabei ist zumeist auch die Sanierung des Core Banking Systems (CBS) – dem Herz einer Bankplattform – erforderlich.

Die langjährigen Erfahrungen, die Senacor bei der erfolgreichen Umsetzung diverser Business-IT-Transformationen bei Banken besitzt zeigen, dass innovative Lösungen für das Kernbanksystem sowie die konsequente Entwicklung hin zu einer flexibel erweiterbaren und skalierbaren Plattform, nicht nur zwingend notwendig sind um sich als Finanzinstitut am Markt zu behaupten, sondern auch einen wesentlichen Geschäftsnutzen und Wettbewerbsvorteile generieren können. Welche dies sind, und wie diese Operation am offenen Herzen risikoarm umgesetzt werden, erläutert Dr. Florian Springer, verantwortlich für den Expertenkreis Bankplattform 2.0 bei Senacor.

„Befähigung der Bankorganisation geschieht durch moderne Core Banking Systeme“

Florian Springer, Senacor

Florian Springer
Partner

Experte Bankplattform

Florian, hinter dem Begriff „Bankplattform 2.0“ lassen sich verschiedenste Themen erahnen. Was verstehst du im Detail darunter?

Unter der Bankplattform verstehen wir bei Senacor den Verbund an IT-Systemen in einer Bank, der für die End-to-End-Leistungserbringung erforderlich ist, d.h. von der Kundenschnittstelle über das Middle-/Back-Office bis hin zur Gesamtbanksteuerung. Das Suffix „2.0“ ist lediglich ein Kunstbegriff der auf eine „neue“ und „zukunftsfähige“ Generation von Bankplattformen hinweisen soll.

Das heißt in deinen Augen sind die Plattformen in den Banken nicht zukunftsfähig?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Aber nach unserer Erfahrung sind die wenigsten Kunden mit Ihrer Bankplattform zufrieden, sondern kämpfen oder arrangieren sich mit sowohl fachlichen als auch technischen Herausforderungen und fortwährend steigenden IT-Kosten in Change und Run. Insbesondere das Kernbanksystem macht den Banken zu schaffen. Das liegt zum einen daran, dass es in den meisten Instituten seit 20 Jahren oder länger im Einsatz is, es in dieser Zeit als Entwicklungsumgebung missbraucht wurde und dadurch nahezu unkontrolliert um Funktionalitäten erweitert wurde, die dort fachlich eigentlich nicht hingehört. Dadurch hat sich das Kernbanksystem zu einem Monolithen entwickelt, der sich wie ein Krebsgeschwür in der gesamten Bankplattform verbreitet hat und damit zur Innovationsbremse und zum Kosten- und Risikofaktor geworden ist. In Konsequenz müssen häufig auch Kleinstanpassungen in fachlich unabhängigen Teilbereichen durch den starren und langwierigen Releaseprozess laufen, so dass eine Anpassung die in wenigen Tagen umgesetzt werden könnte erst nach Monaten produktiv ist und dabei unnötigen Overhead und Kosten verursacht. Dennoch scheuen sich die meisten IT–Verantwortlichen eine grundlegende, strukturelle Erneuerung vorzunehmen, getreu dem Motto – „Wichtiges Thema – aber für meinen Nachfolger“

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